Politik

  • Energiewende - Wie die Bundesregierung die Energiewende kaputt rechnen lässt

    EEG Umlage - Entwicklung
    Quelle: tagesschau.de

    Man kann die Regierung verstehen. Nimmt man einen Taschenrechner und geht nüchtern die Zahlen durch, so wird man sehr schnell feststellen. Ja, wir müssen etwas tun, weil die Kosten aus dem Ruder laufen. Die Regierung hatte früher schon etwas anderes versprochen, doch die EEG Umlage stieg und stieg. Grund ist diesmal die Eigenversorgung vieler Menschen und immer mehr Unternehmen. Eine Eigenversorgung macht aber durchaus Sinn. Auf die Eigenversorgung zahlt man keine EEG Umlage. Es rechnet sich, wenn man am Ende für maximal 0,15€ pro Kilowattstunde, Strom erzeugt und selbst verbraucht. Ist man einmal nicht zu Hause, so wird der Strom ins Netz eingespeist und man erhält dafür auch noch Geld. Man kann das natürlich auch weiter treiben und Energiespeicher nachrüsten. Zwar steigt dann die Kilowattstunde enorm an, denn Speicher ist teuer. Aber die normalen Stromkosten werden auch immer höher. So erhalte ich aber, für wenigstens 10 Jahre, einen selbst geschaffenen und stabilen Strompreis. Damit lässt sich kalkulieren und damit lässt sich auch wirtschaftlich rechnen. Doch nun kommt, was kommen muss. Ein ABER

  • Europawahl 2014 - Das Volk hat entschieden

    Das diesmal die Europawahl unter einem anderen Stern stand, hat man in Deutschland besonders gespürt. So waren vor allem im öffentlich rechtlichen Fernsehen die Jammerorgien besonders groß. Vor einem Rechtsruck und vor Rechtsradikalen hat man uns gewarnt. Dabei hat man die europakritischen und die radikalen Stimmen noch nicht einmal versucht zu trennen. Egal ob England, Frankreich oder Deutschland alle kritischen Parteien wurden mehr oder weniger über einen Kamm geschert.

    Das Europa endlich einen Wechsel braucht und Europa endlich aufhören muss, jeden Furz zu reglementieren, wurde dabei meist unter den Tisch gekehrt. Alleine die Verhandlungen zum TTIP ist eine Farce und hat mit Demokratie nichts gemein. Immer wieder wurden Stimmen laut, die den Lobbyisten in Brüssel zu viel Macht zusprachen und damit zielgerichtet auf systematische Schwachstellen der Demokratie hinwiesen. Vielen Bürgern wurde schmerzlich bewusst "Europa ist zu groß", es vermag sich nicht mehr zu bewegen. Alleine die Wahlbeteiligung ist Aussage genug. Gerade einmal 43% der Wähler haben sich entschieden ihre Stimme abzugeben. Der Anteil der Politikverdrossenen wird immer größer und anscheinend ist das den Regierenden auch recht so.

    Aktuelles:

    Nachdem der euopäische Gerichtshof die 3% Hürde kippte, da wurden plötzlich die Stimmen der "etablierten" Parteien lauter. Und natürlich haben die Medien gleich gezogen. Genutzt hat es in Deutschland schon, denn plötzlich stieg sogar die Wahlbeteiligung. Haben 2009 noch 43% ihre Stimme abgegeben, so stieg der Anteil in diesem Jahr auf fast 48% (47,9). Dennoch ist auch dies nicht wirklich repräsentativ. Von den fast 64 Millionen wahlberechtigten Bürgern in Deutschland (incl. Unionsbürger), sind also keine 31 Millionen zur Wahl gegangen. Auch dürfte der traditionelle Sonntag sein übliches beigetragen haben. Die Europawahl lässt sich nämlich auch auf mehrere Tage ausweiten, wie es in vielen Ländern auch praktiziert wird. Im Vereinigten Königreich hat dies zwar nichts bewirkt, aber das darf man nicht überbewerten, denn die "Briten" sind eh das europafeindlichste Land in Europa.

    Das am schwächsten vertretene Land ist die Slowakei. Gerade einmal 13% der Wahlberechtigten, sind zur Urne geschritten. Wieso Belgien und Luxemburg hier 90% der Wähler bewegen können, ist ein Phänomen. 

     

    //Update 27.05.2014: Belgien und Luxemburg haben eine Wahlpflicht. Was auch die hohen Wählerzahlen zeigen. Aber auch Griechenland und Zypern haben eine Wahlpflicht, die Beteiligung mit 58,2 bzw. 43,97 Prozentpunkten bleibt trotzdem übersichtlich.

    Selbst iIn Malta sind immerhin 3/4 (74,8%) der Bevölkerung zur Wahl erschienen und das ohne Wahlpflicht. Deutschland bleibt dabei wie immer, schwach vertreten. Anscheinend ist Europa eher unpopulär und unverstanden. Die eigene Ohnmacht (Ich kann eh nichts bewirken) ist allgegenwärtig. Dabei darf man seine eigene Stimme nicht als wertlos betrachten. Jeder Nichtwähler stärkt den Wähler einer anderen Partei. Selbst eine ungültige Stimme hat mehr Aussagekraft, als eine Nichtteilnahme. Nimmt man einmal an es gibt 3 Wähler, die 2 Parteien wählen dürfen. So ergibt sich rein rechnerisch ein Ergebniss von 66% zu 33%. Geht aber einer der Wähler nicht wählen, so ergibt sich ein Ergebniss von 50% zu 50% für beide Parteien oder von 100% für eine Partei. Würde die eine Stimme aber ungültig stimmen, so geht das Ergebnis 33% zu 33% für beide Parteien oder 66% für eine Partei aus. Denn die ungültige Stimme zählt trotzdem. Ausgang für die Berechnung ist die Anzahl der teilnehmenden Wähler und nicht der gültigen Stimmen.

    so weit...

    Ergebnisse zur Europawahl 2014

  • ISIS und der Irak - Das heuchlerische Spiel des Westens im nahen Osten

    Um eines Vorweg zu nehmen. Hier geht es nicht um die Sympathie am ISLAM, seinen Ausrichtungen und schon gar nicht um die Sympathie mit dem Westen. Hier geht es um nüchterne Fakten, die ich leider nicht immer ohne Parteinahme erklären kann. Hier geht es um das verwerfliche Verhalten der westlichen Welt, Deutschland eingeschlossen.

    Aktuell in den Nachrichten, wird immer wieder negativ über die ISIS geredet. Sie wird als Terrororganisation beschrieben, wenn es um den Irak geht, die sich nicht einmal etwas von Al-Kaida sagen lässt. Sie kämpft gegen die Maliki Regierung im Irak und gegen Asad in Syrien. Wenn die ISIS gegen Asad kämpft, wird sie als Oppositionsarmee bezeichnet oder die Kämpfer werden schlicht Rebellen genannt. Insgesamt darf man aber davon ausgehen, dass die ISIS eine Geburt des Westens ist. Denn hier sprechen einfach zu viele Details dafür. Die Medien versuchen die Situation im Irak auf 2 unterschiedliche Religionsausrichtungen des Islams zu reduzieren, dem Kampf der Sunniten gegen die Schiiten.

  • Warum der Westen so zögerlich im Kampf gegen den IS (Daesh) ist

     

    Ich bitte euch den Artikel langsam durchzulesen. Nach und nach wird euch klar, dass es kein Krieg Gut gegen Böse ist. Der Krieg im Irak und in Syrien ist so komplex, dass ich hier dieses Spiel vorstellen möchte. Es könnte so einfach sein, aber der Krieg ist mit so vielen Bündnissen und Interessen durchtränkt, das man vielleicht schon Kopfschmerzen bekommt. Und egal welche Seite man unterstützt, es gibt immer eine Partei, der man dabei so vor den Kopf stößt, dass man den nächsten Krieg oder Konflikt schon vor der Tür stehen hat.

    Aus diesem Grund versuche ich euch langsam in den Konflikt um Öl, Macht und Religion einzuführen.

    Der Westen (Europa, USA)

    Der Westen hat im nahen Osten nur ein Ziel. Die Herrschaft über das Öl und andere Rohstoffe. Nicht unbedingt direkt, aber er versucht die Parteien so zu beeinflussen, dass diese ihre Rohstoffe möglichst an ihn bevorzugt liefern. Das macht die USA zum Beispiel mit Saudi-Arabien. Das Land steht ja quasi unter dem Schutz der USA. Wäre der Konflikt in der Region einfach, dann würden schon lange Bodentruppen in der Region stehen und den Konflikt unterdrücken. Aber diesmal ist es das nicht und zu viele Spieler sitzen am Tisch, die man entweder dadurch destabilisert oder im besten Fall verprellt. Einer dieser Konfliktpartner ist Saudi-Arabien, welches intern genug Probleme hat und dessen Staat man als solches gefährden würde. Im selben Augenblick würde auch Jemen direkt wegbrechen.

  • Wie der Horst seine Bayern verarscht und warum Friedrich sieben Schwänze hat.

    Zur Zeit ist in Bayern Revolution angesagt. Da ist die Stromtrasse von Norden bis Bayern in der Energiewende plötzlich nicht mehr mit der CSU zu machen. Da ist der Landwirtschaftsminster Herr Friedrich von selbst zurück getreten und die CSU akzeptiert das nicht und schießt in Richtung SPD. Dabei war der Rücktritt nicht unbedingt nötig. Aber scheinbar hat Herr Friedrich die Grüchteküche zur Wahrheit bestellt. Die Gerüchteküche munkelte nämlich, aber wissen tuts bis heute keiner. Der Herr Friedrich hätte sieben Schwänze. Ja richtig, ganze SIEBEN. Die braucht man auch, wenn man sie alle gleichzeitig einzieht.